training

Erlebensbezogenes-Concept-Coaching (ECC)

Eine 5-teilige Weiterbildung der Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie und Beratung (GwG)
A training in 5 parts certified by the German Person-centered Association (GwG)​

Diese 5-teilige Weiterbildung wird von der Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie und Beratung (GwG) zertifiziert. Erlebensbezogenes-Concept-Coaching (ECC) basierte auf dem personzentrierten Ansatz nach Carls Rogers (1902-1987). Eugen T. Gendlin (1926-2017) führte dessen Forschung zu Faktoren des Gelingens von Beratungs- und Therapiegesprächen fort und entwickelte daraus die erlebensbezogene Psychotherapie. Im Zentrum steht die Interaktion zwischen Erleben (experiencing) und Sprache. Die philosophischen Praktiken „Focusing“ und „Thinking at the Edge“ (TAE) leiten einen sprachsensiblen Prozess der Bedeutungsbildung an, der stets auf einen „Felt Sense“, eine gefühlte Bedeutsamkeit zu einem Thema Bezug nimmt. ECC integriert weitere Ansätze,  wie den Bohm’schen Dialog. Entwickelt und ausformuliert wurde ECC von der Philosophin Heinke Deloch und Prof. Dr. Hejo Feuerstein.

Experiential Concept Coaching (ECC) is a training with 5 workshops which is certified by the German person-centered association (GwG). It is rooted in the research of Eugene T. Gendlin (1926-2017) who was working in the team of Carl Rogers (1902-1987). He investigated the key point of successful therapy and counseling. It’s the ability to pay attention to a fuzzy thus meaningful bodily „Felt Sense“. Gendlin described the philosophical practices „Focusing“ and „Thinking at the Edge“ (TAE) to carefully and systematically speak and think from a „Felt Sense“. Beside those practices ECC includes other methods and approaches such as Bohm’s dialog. ECC was developed and described by the philosopher Heinke Deloch and by Prof. Dr. Hejo Feierstein.

become aN Experiential-Concept-Coach (ECC)

Kurse auf Anfrage

Courses on demand

ECC1

selbsterfahrung mit erlebensbezogener Konzeptentwicklung

Im ersten Kurs erfahren Sie, was es bedeutet, in die Weite des eigenen Erlebens einzutauchen und ein Thema, eine Frage, ein Projekt erlebensbezogen weiter zu denken. Der Prozess folgt den 14 Schritten der philosophischen Praxis Thinking at the Edge (TAE), d.h. denken, wo Worte noch fehlen. Zu einem gewählten Thema, beispielsweise dem Aufbau einer eigenen Homepage, einer beruflichen oder privaten Veränderung oder der eigenen Haltung zu einem Aufgabe oder Rolle, wird ein Denkprozess am Rande des noch Unklaren angeleitet. So können Sie das Neue, um das es Ihnen geht, in immer stimmigere Worte fassen, mit Details anreichern und schließlich ein fundiertes Konzept formulieren, das als stabile Referenz für Handlungsschritte dient. In der Anwendung der einzelnen Denkschritte begleiten sich die Teilnehmenden wechselseitig in Listening-Partnerschaften. Der Kurs macht mit den Grundbegriffe des personzentrierten und experientiellen Ansatzes vertraut.

Erleben Weiter Denken

ECC2

COACHING ERLEBENSBEZOGENER KONZEPTENTWICKLUNG​

In diesem Kurs konzentrieren wir uns auf die Begleitung erlebensbezogener Prozesse. Im Mittelpunkt steht die Frage, was eine professionelle Anleitung auf der Basis der Schritte des Thinking at the Edge ausmacht, damit Akteur*innen von ihrem inneren Erleben aus sprechen und ihr Anliegen entwicklen können. Dazu zählt, neben einer personzentrierten Haltung, das Wissen um die Spezifität erlebensbezogenen Zuhörens sowie das Üben und Übernehmen der Grundprinzipien in die eigene Praxis des Zuhörens und Coachens. Das gemeinsame Lernen, Üben und Reflektieren finden in Listening-Partnerschaften statt und nimmt dabei stets die eigene Art und Weise des Begleitens in den Blick. Grundbegriffe des erlebensbezogenen sowie des personzentrierten Ansatzes werden vertiefend vermittelt und in ihrer praktischen Relevanz reflektiert.

Weites Denken begleiten

ECC3

Umgang mit Blockaden und Kritikern

Ein Workshop, der dem Umgang mit Prozessen, die stocken, stoppen, ins Leere zu laufen scheinen, die irgendwie nicht weitergehen gewidmet ist. Denk- und Arbeitsblockaden, per se als belastend empfunden, können mit einem inneren Kritiker einhergehen und die Situation in einem Stopp oder eine Wiederholungsschleife halten. Dieser Workshop vermittelt, wie durch die Bezugnahme auf das eigene Erleben eine gesunde Distanz zu Blockaden oder kritischen inneren Stimmen geschaffen werden kann. Gleichzeitig kann eine Blockade anzeigen, dass gängige Theorien, übliche Lösungen und gewohnte Herangehensweise nicht (mehr) angemessen sind. Durch Focusing kann man eine Pause entstehen lassen. In dieser Pause wird das es möglich, die gesamte Komplexität eines Themas zu spüren und, was hinter dem scheinbar Bekannten aber ins Stocken Geratenem liegt. Der Stopp wird zur Chance für neue, überraschende Wege, die weiter führen.

Wenn es nicht weiter geht

ECC4

Erlebensbezogene Konzeptentwicklung in Gruppen

Eine Gruppe ist mehr als die Einzelnen aber das Individuum ist auch immer mehr als die Gruppe, so Gendlin. Fängt man daher beim Erleben jedes einzelnen Gruppenmitglieds an, kann das viele „mehr“ zusammen ein festes, tragendes Essenzgewebe bilden. Dabei kommen nicht nur alle mit dem Eigenen vor, sondern im interaktiven inspirierenden Austausch kann gemeinsam mehr erlebt, gedacht, gesagt und getan werden. Entwickelt werden Themen, Konzepte, die von allen Mitgliedern einer Gruppe getragen werden. In diesem Workshop erfahren Sie, wie die Denkbewegungen des „Thinking at the Edge” in Gruppen angewandt werden kann. Sowohl für das Weiterdenken verschiedener Projekte, in denen sich Mitglieder einer Gruppe gegenseitig Inspirieren. Als auch für die Entwicklung eines gemeinsamen Projekts, dass aus dem Interesse und Erleben jedes und jeder Beteiligten erwächst. Auch hier sind Listening-Partnerschaften ein zentrales Element. Darüber hinaus nutzen wir den Bohm’schen Dialog und philosophische Gesprächsrunden.

Gemeinsam weiter denken

ECC5

ERLEBENSBEZOGENe KULTURbildung

Erlebensbezogen leben und arbeiten, das heißt mehr als Logik, mehr als Worte, mehr als das Bekannte. Es bedeutet, die Komplexität zwischen Verstand und Gefühlen aufzunehmen, in Beziehung zu bringen, um aus der Fülle des Lebens zu leben. In diesem Workshop befassen wir uns mit der Frage, welche Art von Bedingungen und (soziale) Umwelten wir in den eigenen Lebens- und Arbeitssituationen wir dafür brauchen: achtsames Zuhören, eine Aufmerksamkeit auf das inneres Erleben, Raum für sich und andere, Sprach- und Sprechfreiheit, Pause-Resonanz-Inspiration-Bezugnahme, und vieles vieles mehr. Gemeinsam und in der Anwendung der Denkbewegungungen des “Thinking at the Edge” reflektieren wir unsere Bedürfnisse und üben erlebensbezogene Haltungen ein. Wie gewohnt, ist das Zuhören in Listening-Partnerschaften eine Form der Zusammenarbeit, bei der wir uns wechselseitig begleiten.

Umweltumbau für weites denken